Tolle Kunst mal anders!

Stromkästen sind eigentlich immer grau und langweilig? Und Graffiti sind nur Schmierereien an Hauswänden? Es geht auch anders, wie ich euch am Beispiel der Stadt Brandenburg a.d. Havel zeigen möchte:

Pauli-Kloster, Brandenburg

Das Foto zeigt das Pauli-Kloster in Brandenburg an der Havel und direkt gegenüber des Klosters stehen an einem Wohnhaus zwei Stromkästen.

Es ging mir bei dem Foto nicht um die
beste Aufnahme des Gebäudes, sondern darum zu zeigen, wie nah die besprühten Stromkästen zu finden sind.

 

Trafokunst am Pauli-Kloster
in Brandenburg a.d. Havel

Der kunstvoll gestaltete graue Stromkasten macht diesen zu einem wirklichen Hingucker!

 

 

 

 

 

 

Wirklich bewundert habe ich dann den Stromkasten um die Ecke:

Trafokunst am Paulikloster

Hier bemerkt man das Talent des unbekannten Künstlers, Perspektive und Tonwerte richtig einzusetzen. Einfach toll!

Man findet in Brandenburg a.d. Havel viele Stromkästen und Trafo-Stationen mit kunstvoll besprühten Motiven. Da ich mal einen Künstler bei der Arbeit getroffen und angesprochen habe, weiß ich, dass die Bilder ständig gepflegt werden (müssen) und von der Stadt Brandenburg a.d. Havel auch finanziert werden.

 

 

 

Ich hatte vor einigen Jahren (2012 – huch, wie die Zeit vergeht) bereits einen Artikel darüber geschrieben, auf den ich jetzt noch einmal verlinken möchte:
Tolle Kunst mal anders 1

 

 

 

 

 

 

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Schrift trifft Bild: Intermezzo!

Intermezzo, Mixed Media, 30×20 cm
(c) Alexandra Jacob

Ein weiteres Küchenbild ist entstanden, in dem ich schön gezeichnete Schrift mit der Malerei kombiniert habe. Mir gefällt das so gut, weil durch die Schrift im Bild der Betrachter geradezu aufgefordert wird, genauer hinzugucken.

Man kann aus sonst schnell geschriebenen Buchstaben auch eine Schönschrift machen! Man muss sich nur ein bisschen mehr Zeit zum Schreiben nehmen und die einzelnen Buchstaben eher zeichnen statt schreiben. Ein bisschen Übung gehört dazu, bis die Hand so schreibt, wie der Kopf das möchte.

Zum Einstudieren „gezeichneter“ Buchstaben habe ich mir ein Buch bzw. Heft zugelegt, das ich in der Malerei Skizzenbuch nenne, d.h. da kommen nur Versuche rein und dienen dem Ausprobieren verschiedener Schriftarten und Materialien. Ein kariertes Heft, Bleistift und ein Radiergummi tun es für den Anfang schön geschriebener Buchstaben auch!

Diese Art der Mischtechnik wie im oben gezeigten Bild erfordert ein bisschen Planung:

  • Was für ein Motiv soll dargestellt werden?
  • Realistische oder halbabstrakte Darstellung?
  • Was für ein Text passt dazu?
  • Welche Schriftarten könnte man kombinieren?
  • Komposition? Also, wie arrangiere ich die gewählten Motive ansprechend?
  • Welche Farbkombinationen?
  • Mit welchen Farben soll das Bild entstehen? Pastell- oder Ölpastellkreiden, Aquarell- oder Acrylfarben? Oder Mischtechniken?

Weitere Hinweise zur Entstehung meiner Bilder dieser Art findet ihr auch in meinem Beitrag „Frühlingsbotschaft“ .

Schrift trifft Bild: Kaffee-Pause!

Seit einiger Zeit interessiere ich mich nicht nur für die Malerei, sondern auch für das schöne Schreiben. So habe ich mich zunächst mit der klassischen Kalligraphie beschäftigt und einen Kurs in der englischen Schreibschrift Copperplate absolviert. Man begibt sich auf ein großes Feld! Sehr spannend und für mich zugleich frustrierend, da ich als Linkshänder mit anderen klassischen Schriften schnell an Grenzen gestoßen bin.

Hintergrund meines Interesses an schönen Schriften ist, dass ich diese in meine Bilder integrieren möchte. Einen ersten Versuch hatte ich euch bereits mit meiner Frühlingsbotschaft gezeigt. Die Resonanz darauf war erfreulich gut, so dass ich mich an ein Küchenbild gewagt habe:

Kaffee-Pause, Mixed Media, 30×20 cm
(c) Alexandra Jacob

Für so ein Bild in Mischtechniken sind sehr viele Materialien notwendig und ich kann ja nie davon genug haben, das zahlt sich bei so einem Bild dann aus 😉 . Zunächst habe ich einen Aquarellkarton verwendet und eine Untermalung gemacht mit wasserlöslichen Tuschestiften (Derwent Inktense).  Die Wörter wurden mit wasserfesten, lichtechten Finelinern geschrieben und eine Grundierung für Pastellkreide aufgebracht. Anschließend habe ich das ganze Bild mit Pastellkreiden und Pastellstiften überarbeitet. Ich hoffe, das Ergebnis gefällt euch!

Ein zweites Küchenbild ist bereits in Arbeit 🙂 !

Höhen und Tiefen in der Malerei

Nicht jedes Vorhaben gelingt! Das ist im Leben so und in der Malerei nicht anders! Das sind einfach Hindernisse, die einem in den Weg gelegt werden. Betrachte Hindernisse als Möglichkeiten und als Inspiration!

Da ich ständig mit Materialien experimentiere, ist die Gefahr natürlich groß, dass ein Bild misslingt. So habe ich kürzlich eine Untermalung mit Gouachefarben angelegt und mit roter Tusche dynamische Schwünge 😉 eingezeichnet. Als ich dann meine Grundierung für Pastellkreide aufbringen wollte, stellte sich heraus, dass die rote Tusche wasserlöslich ist und ausblutete, als ich mit dem Pinsel darüber strich. Erst habe ich mich geärgert, weil die roten Striche das Bild nun dominierten. So sollte das eigentlich nicht werden. Schmeiß ich den guten Aquarellkarton weg? 600g starkes Aquarellpapier ist schon eine kleine Investition. Das war mir zu schade.

Lösung: Ich bilde mir einfach ein, dass das mit der roten Tusche so gewollt war und integriere diese dicken, auffälligen Striche in das Gesamtbild. Einen Teil der Untermalung habe ich ja mit Pastellkreide abgedeckt aber die rote Tusche schlug einfach immer wieder durch. Also setz ich  dem Ganzen zusätzlich noch einen dicken und noch dunkleren Strich obendrauf! 🙂 So ist schlussendlich doch ein lebendiges, abstraktes Pastellbild entstanden – mit Höhen und Tiefen!

Höhen und Tiefen
Pastell/Mixed Media, 30×40 cm
(c) Alexandra Jacob

Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden.
Es gibt immer eine Lösung! Einfach immer weitermachen. Durch Experimentieren und Fehler lernt man viel dazu!

Frühlingsskizzen

Der Frühling war mal ganz kurz bei uns im März, da musste ich gleich raus in den Garten! Natürlich nicht ohne Zeichen-Utensilien! Für Acrylfarben war es zu warm, deshalb habe ich mich für Aquarellfarben, Stifte, Zeichenfeder und Schreibtinte entschieden.

Zeichnung Schneeglöckchen
(c) Alexandra Jacob

Ich habe einfach meine Schneeglöckchen mit einem schwarzen Tuschestift auf’s Papier gebracht und mit wasserlöslichen Markern coloriert. Fehlende Farben habe ich aus meinem Aquarellkasten ergänzt.

Wasserlösliche Marker (hier von der Firma Tombow) kann ich sehr empfehlen, da sie sowohl eine Feinspitze (für Details) als auch eine sogenannte Brush-Spitze (für Flächen) auf der anderen Seite haben . Die Farben können ganz einfach mit Pinsel und Wasser angelöst werden. Empfehlenswert ist dafür auch ein sogenannter Wassertank-Pinsel (im obigen Foto unten links zu sehen), dann hat man direkt das benötigte Wasser dabei, falls man unterwegs zeichnet.

Es war an dem Tag so warm, dass die Farben unmittelbar nach dem Auftrag schon trocken waren! Trotzdem gefiel mir die Kombination von Tusche, Feder und Farben und habe gleich noch ein weiteres Bild gemalt:

Zeichnung Winterschneeball
(c) Alexandra Jacob

Unser Winterschneeball ist der erste Busch in unserem Garten, der im Frühjahr Blüten trägt, deshalb musste ich eine Blüte davon malen!

Hierbei kamen nur die Stifte zum Einsatz und der Wassertank-Pinsel. Ohne besondere Absicht einfach drauf los malen und zeichnen, wie schön!

Das Ergebnis erinnert mich im Nachhinein an einen herrlich entspannten Nachmittag im wunderwar wärmenden Sonnenschein! Ein paar Tage später kam dann die Winterkälte wieder und ich musste im Zimmer malen, wie schade 😦 . Aber der nächste Sommer kommt doch bestimmt noch! – Oder?