Pastellpapiere im Vergleich

Über die Ausrüstung für die Malerei mit Pastellkreiden hatte ich in einem meiner letzten Blog-Einträge berichtet. Dazu gehört auf jeden Fall ein gutes Pastellpapier, damit die Farben auch leuchten und das Bild auch gelingt!

Für die Pastellmalerei gibt es sehr viele verschiedene Papiere zu kaufen, da kann man leicht den Überblick verlieren. Welches Papier ist das Beste? Wer glaubt, darauf hier eine Antwort zu finden, den muss ich enttäuschen. Aber ich kann euch mal einen Einblick in meine Herangehensweise geben, das herauszufinden…

Als ich mich anfangs mit Pastellkreiden beschäftigte, habe ich mir einen kostengünstigen Block für Pastellmalerei gekauft und war nach ein paar Versuchen total enttäuscht mit den Ergebnissen. Das Papier war stark strukturiert und die weiße Papierfarbe schimmerte stark durch die aufgetragenen Pigmente hindurch. Ok, ich hab vielleicht nicht genug Kreide aufgetragen. Es flog jedenfalls in die Ecke und wird heute nur noch benutzt, um Farbproben anzulegen.

Im Laufe der Zeit habe ich mir also viele verschiedene Papiere angeschafft und festgestellt, dass jedes bestimmte Eigenheiten hat. Mein Tipp: Sucht euch ein einfaches Motiv aus und malt immer genau das auf verschiedenen Papiersorten. Es muss kein ganzes Blatt Papier sein, dann verschwendet ihr nicht so viel 😉 . Ihr werdet überrascht sein, wie unterschiedlich das Motiv aussieht! Durch diese Übung bekommt ihr schnell ein Gefühl für eure Papiersorten (wie nimmt das Papier die Kreiden auf, wieviele Schichten können übereinandergelegt werden, bevor es gesättigt ist und die Pigmente abfallen?) und könnt feststellen, mit welchem ihr ganz gut zurechtkommt.

Je nachdem, was (und womit, also Kreiden oder Pastellstifte) ich malen will, entscheide ich mich also für das eine oder andere Pastellpapier. Hier zeige ich euch als Beispiel meinen Hund Sunny, den ich mal auf einem Blatt Canson Mi-Teintes gemalt habe:

Sunny auf Canson-Papier Pastell, 24x16 cm (c) Alexandra Jacob

Sunny auf Canson-Papier
Pastell, 24×16 cm
(c) Alexandra Jacob

Das Canson-Papier hat den Vorteil, dass man beide Seiten benutzen kann. Die eine Seite ist ziemlich glatt, die andere wabenartig strukturiert. Für das obige Bild habe ich die strukturierte Seite benutzt, das seht ihr hier im Detail:

 

Sunny Canson-Papier, Detail

Sunny Canson-Papier, Detail

Da ich mit dem Ergebnis nicht so glücklich war, habe ich mich dazu entschlossen, Sunny erneut zu malen und mich für ein Velour-Papier entschieden. Herausgekommen ist das Bild von Sunny, das ich euch in einem älteren Beitrag bereits gezeigt habe, bitte anklicken: Sunny in Pastell.

Velourpapier hat den Vorteil, dass das Fell aussieht, als könne man es streicheln, so seidig und zart wirkt das Bild. Velourpapier hat aber den Nachteil, dass man nicht so gut korrigieren kann, es lässt sich nicht mit einem Knetradierer bearbeiten. Es nimmt jedoch viele Schichten Kreide auf und so behebe ich dann etwaige Fehler.

Versucht mal ein Motiv auf verschiedenen Papieren zu malen, dann findet ihr schnell euer persönliches „bestes Papier“!

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2 Gedanken zu „Pastellpapiere im Vergleich

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