Archiv der Kategorie: Mixed Media

Schrift trifft Bild: Intermezzo!

Intermezzo, Mixed Media, 30×20 cm
(c) Alexandra Jacob

Ein weiteres Küchenbild ist entstanden, in dem ich schön gezeichnete Schrift mit der Malerei kombiniert habe. Mir gefällt das so gut, weil durch die Schrift im Bild der Betrachter geradezu aufgefordert wird, genauer hinzugucken.

Man kann aus sonst schnell geschriebenen Buchstaben auch eine Schönschrift machen! Man muss sich nur ein bisschen mehr Zeit zum Schreiben nehmen und die einzelnen Buchstaben eher zeichnen statt schreiben. Ein bisschen Übung gehört dazu, bis die Hand so schreibt, wie der Kopf das möchte.

Zum Einstudieren „gezeichneter“ Buchstaben habe ich mir ein Buch bzw. Heft zugelegt, das ich in der Malerei Skizzenbuch nenne, d.h. da kommen nur Versuche rein und dienen dem Ausprobieren verschiedener Schriftarten und Materialien. Ein kariertes Heft, Bleistift und ein Radiergummi tun es für den Anfang schön geschriebener Buchstaben auch!

Diese Art der Mischtechnik wie im oben gezeigten Bild erfordert ein bisschen Planung:

  • Was für ein Motiv soll dargestellt werden?
  • Realistische oder halbabstrakte Darstellung?
  • Was für ein Text passt dazu?
  • Welche Schriftarten könnte man kombinieren?
  • Komposition? Also, wie arrangiere ich die gewählten Motive ansprechend?
  • Welche Farbkombinationen?
  • Mit welchen Farben soll das Bild entstehen? Pastell- oder Ölpastellkreiden, Aquarell- oder Acrylfarben? Oder Mischtechniken?

Weitere Hinweise zur Entstehung meiner Bilder dieser Art findet ihr auch in meinem Beitrag „Frühlingsbotschaft“ .

Schrift trifft Bild: Kaffee-Pause!

Seit einiger Zeit interessiere ich mich nicht nur für die Malerei, sondern auch für das schöne Schreiben. So habe ich mich zunächst mit der klassischen Kalligraphie beschäftigt und einen Kurs in der englischen Schreibschrift Copperplate absolviert. Man begibt sich auf ein großes Feld! Sehr spannend und für mich zugleich frustrierend, da ich als Linkshänder mit anderen klassischen Schriften schnell an Grenzen gestoßen bin.

Hintergrund meines Interesses an schönen Schriften ist, dass ich diese in meine Bilder integrieren möchte. Einen ersten Versuch hatte ich euch bereits mit meiner Frühlingsbotschaft gezeigt. Die Resonanz darauf war erfreulich gut, so dass ich mich an ein Küchenbild gewagt habe:

Kaffee-Pause, Mixed Media, 30×20 cm
(c) Alexandra Jacob

Für so ein Bild in Mischtechniken sind sehr viele Materialien notwendig und ich kann ja nie davon genug haben, das zahlt sich bei so einem Bild dann aus 😉 . Zunächst habe ich einen Aquarellkarton verwendet und eine Untermalung gemacht mit wasserlöslichen Tuschestiften (Derwent Inktense).  Die Wörter wurden mit wasserfesten, lichtechten Finelinern geschrieben und eine Grundierung für Pastellkreide aufgebracht. Anschließend habe ich das ganze Bild mit Pastellkreiden und Pastellstiften überarbeitet. Ich hoffe, das Ergebnis gefällt euch!

Ein zweites Küchenbild ist bereits in Arbeit 🙂 !

Höhen und Tiefen in der Malerei

Nicht jedes Vorhaben gelingt! Das ist im Leben so und in der Malerei nicht anders! Das sind einfach Hindernisse, die einem in den Weg gelegt werden. Betrachte Hindernisse als Möglichkeiten und als Inspiration!

Da ich ständig mit Materialien experimentiere, ist die Gefahr natürlich groß, dass ein Bild misslingt. So habe ich kürzlich eine Untermalung mit Gouachefarben angelegt und mit roter Tusche dynamische Schwünge 😉 eingezeichnet. Als ich dann meine Grundierung für Pastellkreide aufbringen wollte, stellte sich heraus, dass die rote Tusche wasserlöslich ist und ausblutete, als ich mit dem Pinsel darüber strich. Erst habe ich mich geärgert, weil die roten Striche das Bild nun dominierten. So sollte das eigentlich nicht werden. Schmeiß ich den guten Aquarellkarton weg? 600g starkes Aquarellpapier ist schon eine kleine Investition. Das war mir zu schade.

Lösung: Ich bilde mir einfach ein, dass das mit der roten Tusche so gewollt war und integriere diese dicken, auffälligen Striche in das Gesamtbild. Einen Teil der Untermalung habe ich ja mit Pastellkreide abgedeckt aber die rote Tusche schlug einfach immer wieder durch. Also setz ich  dem Ganzen zusätzlich noch einen dicken und noch dunkleren Strich obendrauf! 🙂 So ist schlussendlich doch ein lebendiges, abstraktes Pastellbild entstanden – mit Höhen und Tiefen!

Höhen und Tiefen
Pastell/Mixed Media, 30×40 cm
(c) Alexandra Jacob

Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden.
Es gibt immer eine Lösung! Einfach immer weitermachen. Durch Experimentieren und Fehler lernt man viel dazu!

Frühlingsbotschaft

Schrift trifft Bild! Ein erster Versuch, schöne Schrift mit Pastellkreiden in einem Bild zu vereinen. Warum nicht? Hier das Ergebnis:

Frühlingsbotschaft Mixed Media, 30x40 cm (c) Alexandra Jacob

Frühlingsbotschaft
Mixed Media, 30×40 cm
(c) Alexandra Jacob

Gedanken zur Bildentstehung:

Immer wieder werde ich gefragt, ob ich mir meine Bilder selber ausdenke oder ob ich Vorlagen benutze und wie ich überhaupt darauf komme. Oberste Priorität meiner hier vorgestellten Bilder hat für mich: Es ist mein Bild, ich habe es entworfen!

  • Fotos: Wenn ich Fotos benutze, dann ausschließlich meine eigenen (wenn ein Foto nicht von mir ist, teile ich es ausdrücklich mit, habe das mit dem Fotografen dann vorher so besprochen).
  • Selbst erstellte Skizzen aus meinem Skizzenbuch dienen ebenfalls als Vorlage für ein großes Bild.
  • Inspiration! Ich sehe irgendwo ein Bild oder Strukturen in der Natur oder Farbzusammenstellungen, die mir im Kopf haften bleiben und unbedingt zu Papier gebracht werden wollen. Dinge, von denen ich denke: Toll, dass muss ich unbedingt auch mal probieren!
  • Neue Künstlermaterialien. Was könnte ich alles damit anstellen? Wofür ist es eigentlich gar nicht gedacht? Das muss doch aber möglich sein!
  • Wenn ich Texte in meine Bilder einbringe, dann handelt es sich entweder um Kopien aus uralten Büchern, für die es kein Copyright mehr gibt oder um selbstgeschriebene Zeilen (jedoch fremden Ursprungs, dann ist der Autor mit angegeben!).
  • Schablonen. Mittlerweile gibt es ganz tolle Schablonen im Handel, die auch dem eigenen kreativen Schaffen dienen sollen. Zeigen darf man die fertigen Kunstwerke dann jedoch nicht oder unter strengen Auflagen, denn Schablonen unterliegen auch einem Urheberrecht/Copyright. Also benutze ich nur von mir selbst hergestellte Schablonen!

 

Aus Alt mach Neu!

Man muss ein altes Bild nicht wegwerfen, wenn es einem nicht mehr gefällt, das ist zu schade um die Leinwand! Bei mir schlummern noch einige alte Bilder, die auf eine Neubearbeitung warten. Ich nutze diese Leinwände gern, um Experimente mit mir noch nicht so vertrauten Materialien zu machen. Das nachfolgende Bild zeigt eine fertig überarbeitete Leinwand:

Revival Mischtechnik, 50x50 cm (c) Alexandra Jacob

Revival
Mischtechnik, 50×50 cm
(c) Alexandra Jacob

Um eine bereits gestaltete Leinwand neu bemalen zu können, braucht man lediglich eine Schicht „Gesso“ mit einem Pinsel aufzutragen. Bei dem sogenannten Gesso handelt es sich um einen weißen Acrylkreidegrund, der für das Grundieren von festen und textilen Malgründen geeignet ist. Er ist wasserlöslich, lichtecht und alterungsbeständig und hat nach einer Trocknungsphase eine leicht raue Oberfläche, die dann neu eingefärbt werden kann, z.B. mit Acryl-, Gouache- oder Aquarellfarben. Man kann das Gesso auch direkt mit einem beliebigen Farbton einfärben und die Leinwand damit grundieren. Gesso gibt es übrigens auch in einem schwarzen Grundton.

Bei meinem überarbeiteten Bild „Revival“ habe ich nach der Grundierung mit Gesso Bauschaum aus dem Baumarkt aufgetragen. Bauschaum wird eigentlich zum Abdichten beim Einsetzen neuer Fenster verwendet. Er wird sehr voluminös während des Trocknungsprozesses, deshalb darf er im Bild nur ganz sparsam aufgetragen werden! Nachdem dieser trocken war, habe ich Acryltuschen in die Strukturen geträufelt und mit Wasser so lang besprüht, bis diese in die kleinsten Ritzen verlaufen waren. Ein paar Pigmente in die Leinwand eingerieben und abschließend noch „Treasure Gold“ Goldspuren mit einem weichen Tuch auf die erhabenen Stellen aufgetragen. Mit einem Abschlussfirnis versehen habt ihr dann einen neuen Hingucker geschaffen, der wieder ein paar Jahre Freude bringt. Hier noch Detailbilder:

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