Archiv der Kategorie: Sonstiges

Schrift trifft Bild: Intermezzo!

Intermezzo, Mixed Media, 30×20 cm
(c) Alexandra Jacob

Ein weiteres Küchenbild ist entstanden, in dem ich schön gezeichnete Schrift mit der Malerei kombiniert habe. Mir gefällt das so gut, weil durch die Schrift im Bild der Betrachter geradezu aufgefordert wird, genauer hinzugucken.

Man kann aus sonst schnell geschriebenen Buchstaben auch eine Schönschrift machen! Man muss sich nur ein bisschen mehr Zeit zum Schreiben nehmen und die einzelnen Buchstaben eher zeichnen statt schreiben. Ein bisschen Übung gehört dazu, bis die Hand so schreibt, wie der Kopf das möchte.

Zum Einstudieren „gezeichneter“ Buchstaben habe ich mir ein Buch bzw. Heft zugelegt, das ich in der Malerei Skizzenbuch nenne, d.h. da kommen nur Versuche rein und dienen dem Ausprobieren verschiedener Schriftarten und Materialien. Ein kariertes Heft, Bleistift und ein Radiergummi tun es für den Anfang schön geschriebener Buchstaben auch!

Diese Art der Mischtechnik wie im oben gezeigten Bild erfordert ein bisschen Planung:

  • Was für ein Motiv soll dargestellt werden?
  • Realistische oder halbabstrakte Darstellung?
  • Was für ein Text passt dazu?
  • Welche Schriftarten könnte man kombinieren?
  • Komposition? Also, wie arrangiere ich die gewählten Motive ansprechend?
  • Welche Farbkombinationen?
  • Mit welchen Farben soll das Bild entstehen? Pastell- oder Ölpastellkreiden, Aquarell- oder Acrylfarben? Oder Mischtechniken?

Weitere Hinweise zur Entstehung meiner Bilder dieser Art findet ihr auch in meinem Beitrag „Frühlingsbotschaft“ .

Rückblick 2015

Inspiration Venedig (c) Alexandra Jacob

Inspiration Venedig
(c) Alexandra Jacob

Ich wünsche meinen Blog-Lesern ein glückliches
und vor allen Dingen gesundes neues Jahr 2016!

Pünktlich zum Jahresende 2015 habe ich einen Bericht von meinem Blogbetreiber WordPress erhalten, der eine Übersicht darüber gibt, wie viele Menschen sich meinen Blog im Laufe des Jahres angeschaut haben und welche Bilder am meisten angeschaut wurden. Dies möchte ich gern mit euch teilen:

Zitat von WordPress: „Die Konzerthalle im Sydney Opernhaus fasst 2.700 Personen. Dieses Blog wurde in 2015 etwa 17.000 mal besucht. Wenn es ein Konzert im Sydney Opernhaus wäre, würde es etwa 6 ausverkaufte Aufführungen benötigen um so viele Besucher zu haben, wie dieses Blog. Mit 151 Besuchern war der September 20 der geschäftigste Tag des Jahres. Spaziergang durch Venedig war der beliebteste Beitrag an diesem Tag.“

Interessant fand ich auch, welche Beiträge die beliebtesten im letzten Jahr waren:

Da das Thema Venedig die Plätze 1 und 2 belegen und auch das Aquarell „Spaziergang durch Venedig“ so gut angekommen ist, habe ich als Start-Foto für diesen Blog-Eintrag ein Foto von Venedig gewählt 😉 !

Ich hatte übrigens Besucher aus 35 Ländern der Erde, wobei die meisten Besucher aus Deutschland, der Schweiz und Österreich kamen.

Da Materialien bzw. Mal- und Zeichenutensilien auch zu den beliebten Themen gehören, werde ich in diesem Jahr wieder mehrere Beiträge dazu erstellen!
Gibt es Themen, die euch interessieren? Habt ihr weitere Anregungen für mich, um den Blog noch interessanter zu gestalten? Dann freue ich mich auf eure Kommentare oder Mails!

Die alten Weiden

Faszination Kohle

Ich habe mal meine Sammlung an Kohlestiften rausgeholt und mich an ein großes Bild gewagt. Mit Kohlestiften, Reißkohle und Kohlestäbchen lassen sich wunderbar Tonwerte rausarbeiten. Man kann schnell große Flächen mit Kohle bedecken, durch Verwischen ins Papier einarbeiten und auch schnell wieder wegnehmen. Details werden mit Kohlestiften hinzugefügt. Der farbige Untergrund (hier ein Bogen Canson Papier) belebt das Bild.

Die alten Weiden Kohlezeichnung, 50x65 cm (c) Alexandra Jacob

Die alten Weiden
Kohlezeichnung, 50×65 cm
(c) Alexandra Jacob

Die Baumstämme der alten Weiden fand ich so faszinierend, sie sind teilweise aufgebrochen, neue Äste wachsen aus ihnen heraus und trotz des sicher zahlreichen Verschnitts wachsen immer wieder neue Äste oben aus dem verkrüppelten Stamm. Wie alt mögen diese Bäume sein?
Wenn ihr das Bild anklickt, könnt ihr Details der Stämme besser erkennen.

Zum Schluss habe ich noch hier und da ein wenig PanPastel-Kreide aufgetragen. Ich weiß, dass alle Kunstlehrer sagen würden: „Das macht man so nicht“, oder „das darf man nicht“. Aber: Ich wollte das so! Und ich darf machen, was ich will, zumindest in meinem kleinen Kunstbereich!

Mir macht das Zeichnen mit Kohle unglaublich viel Spaß, deswegen werden weitere Bilder folgen! Ich bin gespannt auf eure Meinungen!

Derwent Drawing 24 Stifte im Test

Ich bin ein Jäger und Sammler! Wenn es neue Produkte auf dem Künstler-Markt gibt, ist mein Interesse schon sehr groß und meine Ausstattung wächst und wächst, weil ich unbedingt das eine oder andere noch haben und ausprobieren  m u s s 🙂 ! Oft genug bestelle ich in Amerika oder England, weil man in Deutschland meist noch Jahre warten muss, bis so manches tolles Produkt hier auch verkauft wird. Vor einiger Zeit stolperte ich aber bei uns über die hier angebotenen Farbstifte der englischen Firma Derwent und die musste ich ausprobieren:

Derwent Drawing 24“ sind weiche Zeichenstifte in ziemlich „unbunten“ Farben, d.h. es handelt sich um 24 Stifte in Natur- und Sepia-Farbtönen.

Derwent Drawing 24

Derwent Drawing 24

Gerade von den Farbtönen her haben mich diese Stifte angesprochen, weil sie perfekt für Natur-, Landschafts- und Tierstudien geeignet sind.

Ich dachte, wenn ich mal kurz verreisen muss und keine große Ausrüstung mitnehmen kann, passen diese Stifte und Papier auf jeden Fall ins Gepäck. Man weiß ja nie, ob man nicht doch die Gelegenheit zum Zeichnen hat.

Die Stifte fühlen sich beim Farbauftrag cremig und weich an und lassen sich durch Übereinanderlegen der Farben zu einer Vielfalt von Farbtönen mischen. Im Ergebnis werden die Zeichnungen eher zart erscheinen. Wenn ich neue Stifte habe, mache ich grundsätzlich Farbproben davon in mein Skizzenbuch:

Derwent Drawing 24 Test

Derwent Drawing 24 Test

Beim Erstellen eines ersten Bildes mit diesen Stiften ist mir aufgefallen, dass sie sich so gut wie nicht radieren lassen. An Stellen, die mir zu dunkel geraten sind, konnte ich also keine Korrekturen mehr vornehmen. So ist dann das Eichhörnchen entstanden, dessen Augen mir viel zu dunkel geraten sind. Der Hintergrund ist nicht mit den Derwent Stiften gestaltet, mir ging es nur um die Darstellung von Fell in dieser Studie. Als Untergrund habe ich mich für ein Bristol Papier vellum von Strathmore entschieden, ein Papier mit ziemlich glatter Oberfläche.

Eichhörnchen Farbstifte, 36x28 cm (c) Alexandra Jacob

Eichhörnchen
Farbstifte, 36×28 cm
(c) Alexandra Jacob

Fazit: Tolle Zeichenstifte, die ich unbedingt auf verschiedenen anderen Papieren noch weiter ausprobieren muss!

An alle Hersteller-Firmen: Sollten Sie neue Produkte auf den Markt bringen, bin ich gern bereit, diese zu testen, schicken Sie mir doch einfach Proben zu 😉 ! Ich würde mich freuen!

Mein Arbeitsplatz

Ich stöbere gern im Internet nach Künstlern, deren Arbeiten mir gefallen. Dabei interessieren mich auch immer Beiträge, die sich mit mir noch unbekannten Materialien befassen.  Deshalb schreibe ich bei meinen Bildern immer dazu, was ich benutzt habe bzw. wie sie entstanden sind, weil ich das gern auch bei anderen lese und davon gelernt habe oder inspiriert wurde. So hoffe ich, anderen auch eine kleine Hilfe sein zu können.

Besonders gern schaue ich mir auch Fotos von den Arbeitsplätzen anderer Künstler an. Manchmal staunt man, wie wenig Platz manche zur Verfügung haben (und wirklich benötigt) und bei anderen denke ich „einfach traumhaft, so schön möchte ich es auch mal haben“. Man ist ja nie zufrieden 😉 !  Ich dachte, es würde euch vielleicht auch interessieren, mal meinen Arbeitsplatz zu sehen. Die Ecke für die Pastellmalerei ist vielleicht nicht besonders groß, hat aber den riesen Vorteil, dass ich alles stehen und liegen lassen kann, wenn ich aufhöre zu malen und brauche nichts wegzuräumen.

Mein Arbeitsplatz (c) Alexandra Jacob

Mein Arbeitsplatz
(c) Alexandra Jacob

Wenn ich Pastellbilder male, arbeite ich nur an der Staffelei, damit überschüssige Pigmente direkt runterfallen und nicht auf meinem Bild liegen. Ich schütze die Atemwege mit einem Mundschutz und benutze Einweg-Handschuhe, da die Pigmente meine Hände sonst so austrocknen. Sehr empfehlenswert ist eine Tageslicht-Lampe, da die Farben nicht verfälscht werden. Bei den Tischen, auf denen meine Kreiden liegen, handelt es sich um die Marke Eigenbau.